Tibetische Brücke

Die Tibetische Brücke ist 270 m lang und verbindet die Hügelzone von Sementina mit Monte Carasso in der Nähe von Bellinzona.
Auf einer Höhe von 696 m befestigt, schwebt die Brücke bis zu 130m über dem Boden. Das Durchlaufen der Brücke ist eine durchaus spannende Erfahrung. 
Mit der Bahn fährt man, dank Gotthard Basistunnel, nur 5/4 h von Zug bis Bellinzona. Mit der Buslinie 2 ist man in 10min direkt am Startpunkt der Wanderroute.

Folgt man der Beschilderung zur Ponte Tibetano gelangt man auf einen einsamen und sehr unwegsamen Pfad. Meine geplante Route sollte mich über San Defendente zur Brücke führen. Den Namen hatte ich vergessen und die Warnung von meinem Navi zu spät gesehen. Irgendwo hatte ich wohl den Abzweig verpaßt. Nun ging es auf einem ziemlich holprigem Weg steil bergauf durch den Wald. 

Erst als ich nach 500hm den höchsten Punkt des Aufstiegs erreiche und auf den “Normalweg” stoße, wird mir klar, dass es da auch einen einfacheren Weg gegeben hätte. Den hätte ich dann allerdings nicht für mich allein gehabt.
Zur Brücke geht man wieder ein Stück bergab bis man die Ponte Tibetano erreicht.

Bei schönem Wetter ist es ratsam, diese Tour möglichst früh zu machen. Je mehr Menschen sich auf der Brücke befinden, umso mehr schwankt sie. Obwohl die Brücke gut gesichert ist, ist es ein spannendes Gefühl sie zu überqueren. Ich war ehrlich gesagt froh, als ich auf der anderen Seite ankam.
Ab hier geht man auf einem gut präparierten Wanderweg über San Bernard  bis Curzùtt.

Es hat sehr viele Kastanienbäume. Der Boden ist teilweise übersäht von den Maronen.

San Bernard ist eine Kirche aus dem 12.Jahrhundert mit beeindruckenden Wandmalereien. Weiter bergab erreicht man den Weiler Curzùtt. Ein typisches Tessiner Dorf aus dem Mittelalter. Jedoch sehr touristisch hergerichtet.

die Kirche San Bernard, ein willkommener Rastplatz
gut restaurierte Wandmalerreien in der Kirche. Eine Frau bietet Postkarten und Führungen an
der Blick zur Kirche von Curzùtt aus
das Mittelalter-Dorf Curzùtt

in Curzùtt (600m) gibt es eine Haltestelle der Seilbahn, die auf den Gipfel Mornera auf 1400m fährt. Außerdem gibt es einen Shuttle-Service etwas unterhalb des Dorfs nach Monte Carasso.

wer zu Fuß ins Tal absteigt, den erwartet ein sehr steiler Pfad

neben vielen schönen Ausblicken ins Tal nach Bellinzona, gab es immer wieder Salamandern zu beobachten. Auch eine Gottesanbeterin ließ sich geduldig ablichten.

Palmen verleihen diesem Ort mediterranes Flair

Comments

  1. Petra says:

    Wieder ein wahnsinns toller Kulturmix 👍

    1. Klaus says:

      😀 danke. Unsere 3-Sprachen-Tour kommt auch noch

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